Ausstellung
Steinskulpturen aus Simbabwe

Meisterwerke aus der ersten Generation aus den Sammlungen Péus, Jenkner-Becke und Rohde
Vernissage: 19.11.2016, 16.00-20.00 Uhr
Einführung durch Dr. Heinz Jockers
Ausstellungsdauer 19.11.-18.12.2016
Sa/So 14.00-19.00 Uhr
Mi/Fr 16.00 - 19.30 Uhr

Ausstellungsort: IMBA Galerie
weiter lesen 1

Skulpturen - Gemälde - Functional Art - Wohnen mit Kunst

Die IMBA-Galerie im Herzen Hamburgs lädt Sie zu einem Rundgang durch unsere Welt der Kunst ein. In den Ausstellungen treffen sich Werke europäischer und afrikanischer Herkunft zu einem künstlerischen DIALOG. Gegensätzlich herausfordernd oder übereinstimmend harmonisch.

Skulpturen >>>

skulpturen 001a
 
 
 

Bilder >>>

gemaelde 2
gemaelde 1
gemaelde 3
 
 
 

Functional Art >>>

 
 
 

Wohnen mit Kunst >>>

 
 

IMBA Galerie

Die IMBA-Galerie richtet seit 2006 Ausstellungen aus. Heute verfolgen wir zwei Konzepte. Wir bringen europäische und afrikanische Maler und Bildhauer in einer Ausstellungsserie zusammen, die wir DIALOGE nennen. Und wir interessieren uns für Werke von ausgebildeten Künstlern und Kunsthandwerkern, die ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen bestritten und Ihre Werke bisher eher im Verborgenen erschaffen haben.

Der Skulpturengarten der Galerie war der erste Ort, an dem wir eine Auswahl exzellenter Werke simbabwischer Bildhauer zeigten. Viele Besucher und Besucherinnen unser Ausstellungen erinnern sich begeistert an die Präsentation dieser Kunst in den 1990er Jahren im Botanischen Garten in Hamburg unter der Schirmherrschaft von Loki Schmidt, in Berlin und andernorts in Deutschland oder auch in den Niederlanden, England und den USA. Es gab und gibt immer wieder unter den vielen Simbabwern, die ihr Leben als Bildhauer bestreiten wollen, talentierte, innovative Künstler und Künstlerinnen dieser Kunstrichtung. IMBA-Galerie widmet sich diesen Ausnahmetalenten. So auch dem eigentlichen künstlerischen Gründungsvater - Joram Mariga (1927-2000).

Die Anfänge und Entwicklung der Steinbildhauerei in Zimbabwe sind mit keinem anderen Künstler so verbunden wie mit Joram Mariga. Ausgebildet als Landwirtschaftsberater wandte sich Mariga in den 1950er Jahren zunächst in seiner Freizeit der Bildhauerei zu. Seine Werke, die oft mythologisch geprägt und aus dem extrem harten violetten Lapidolite-Stein beschaffen waren, wurden weltweit ausgestellt und sind Bestandteil von Sammlungen des British Museums, des Afrika Museums in Berg en Dal in den Niederlanden oder der Nationalgalerie in Harare. Gegen den Widerstand des Ian Smith Regimes, das seine Initiative als „subversiv“ ansah, schuf Mariga ab Ende der 1960er Jahre Künstlergemeinschaften und sorgte zusammen mit seinem Mentor Frank McEwen dafür, dass deren Werke national und international ausgestellt und verkauft wurden.

Heute gehört Rickson Zavare Murehwa (1977) zu den bekanntesten Steinbildhauern Simbabwes. Seine Werke zeugen von großer Kraft und Kreativität. Dabei scheint das von ihm verwendete harte Serpentin-Gestein seine Robustheit zu verlieren und zu einem leicht formbaren Medium zu werden.

Auf bewundernswerte Weise verleiht er seinen Abstraktionen und figürlichen Arbeiten eine schwungvolle Leichtigkeit und Bewegung. Zavare Murehwa leitete das von UNDP geförderte Chitungwiza Art Centre und engagiert sich vielfach ehrenamtlich. Seine Skulpturen sind inzwischen in Galerien in den USA, Kanada, Holland, China und Australien sowie auf der Expo in Hannover ausgestellt worden.

Zusammen mit Rickson Zavare Murehwa hat der norddeutsche Maler und Grafiker Anders Petersen in der IMBA-Galerie ausgestellt. Er zeigt in seinen Bildern malerische, plastische und grafische Elemente, die mit lebendig wärmenden Farblandschaften in Blau- oder Rottönen und kühl anmutenden Zinktafeln Ruhe und Bewegung ausstrahlen. Beide Bildkomponenten, gemalter Holzträger und bearbeitetes Metall, treten in einen Dialog ein und sind zugleich transparent und dicht, imaginativ und konkret. Petersens Werke wurden in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Österreich, Russland, Frankreich, Norwegen, Polen, in den USA und China gezeigt. Er erhielt zahlreiche Stipendien sowie deutsche und internationale Kunstpreise, z. B. die Ehrenmedaille der Stadt Tarascon. Seine Bilder sind in europäischen und in Museen Chinas sowie der USA (The Chelsea Art Museum, New York), in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Zu den unentdeckten, europäischen Künstlern, die in der IMBA-Galerie ausgestellt wurden, gehört Helmut Schmel (1919-2013). Er war durch Krieg und Nachkriegszeit daran gehindert, ein Studium der Mathematik aufzunehmen. Seinen unerfüllten Berufswunsch verarbeitete er künstlerisch. In der letzten Phase seines Berufslebens begann er, seine ganz eigene Technik zu entwickeln. Er nutzte glänzend metallisierte Folie, unterschiedlich bearbeitete Oberflächen und die Umsetzung mathematischer Gesetze als Gestaltungselemente für seine Bilder.

Wir freuen uns, unsere Ausstellungsserien fortzusetzen. Den Anfang wird am19. November 2016 eine Ausstellung der Meisterwerke der ersten Bildhauergeneration Simbabwes aus den Sammlungen des ehemaligen ZDF-Afrika-Korrespondenten Péus sowie des Ehepaares Jenkner-Becke und der Brüder Rohde machen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihre IMBA-Galerie