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Sylvester Mubayi

Geboren 1942 in Chioata/Marondera, Ost-Zimbabwe
 
Auch Sylvester Mubayis Bildhauerlaufbahn begann in der Künstlergemeinde Tengenenge, wo er sich 1967 schnell als talentierter Künstler erwies.

Bereits Ende 1968 folgte er der Einladung Frank McEwens in dessen Werkstattschule in der Nationalgalerie im damaligen Salisbury und avancierte bald zu einem Lieblingsschüler. Es folgten erste internationale Ausstellungen und 1969 die Auszeichnung mit dem Ernest Oppenheimer Memorial Award in Durban/Südafrika. Anfang der 1970er Jahre übernahm Mubayi die Leitung der von McEwen gerade gegründeten Künstlerkolonie Vukutu in den Eastern Highlands, kehrte aber wegen der zunehmenden Spannungen infolge des Unabhängigkeitskrieg bereits 1972 nach Salisbury zurück. Als wegweisend erwies sich ab 1974 die langjährige Freundschaft mit Roy Guthrie, dem Direktor von Chapungu Sculpture Park, der Mubayis Skulpturen immer wieder auf von ihm weltweit organisierten Ausstellungen internationalen Kunstkennern zugänglich machte. Heute lebt und arbeitet Sylvester Mubayi in Chitungwiza südlich von Harare.

Mubayi sagt über sich selbst: “I believe in the world of spirits and supranatural forces”. Gerade seine Frühwerke sind vom Glauben an die Übernatürlichkeit inspiriert. Eines seiner Meisterwerke, der „Sceleton Man“ – heute eine der bedeutendsten Skulpturen in der Shona-Sammlung der Nationalgalerie in Harare – ist ein Übergangswesen, das die Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten symbolisiert. Der Chapungu-Vogel, der nach Vorstellung der Shona die Seelen der Verstorbenen in Jenseits bringt, durchzieht vielgestaltig das Repertoire vieler Bildhauer Zimbabwes. Mubayi stellt ihn gerne als handzahmes, liebevolles Wesen dar.

Auswahl internationaler Ausstellungen
  • 1968/69 New African Art; the African Workshop School, Museum of Modern Art, New York
  • 1969 Contemporary African Arts, Camden Arts Centre, London
  • 1970 Sculptures Contemporaine de Vukutu, Musée d´Art Moderne, Paris
  • 1971 Sculptures Contemporaine de Shonas d´Afrique, Musée Rodin, Paris
  • 1972 Shona Sculptors of Rhodesia, Institute for Contemporary Arts, London
  • 1979 Kunst aus Afrika, Staatliche Kunsthalle, Berlin
  • 1981 Art from Africa, Commonwealth Institute, London
  • 1986 Soul in Stone, Alandale Centre, Perth
  • 1990 Zehn Jahre Zimbabwe, Übersee Museum, Bremen
  • 1990 Contemporary African Artists, Studio Museum Harlem, New York
  • 1993 Kunst aus Afrika, Meisterwerke der Sammlung Peus, Ludwig Forum, Aachen
  • 1994 The Spirit Within, Atlanta University, Atlanta